21.07.2026
Das Entdeckungsrisiko erhöhen, die Abschreckung stärken und Ermittlungen effizienter machen: Das ist das Ziel eines Aktionsplans gegen Steuer- und Finanzkriminalität, den Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) am 16.07.2026 vorgestellt haben.
Geplant ist die Einrichtung eines Gemeinsamen Zentrums gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll, in dem Bund und Länder ihre Ermittlungen enger koordinieren. Zudem soll ein Datenanalysezentrum geschaffen werden, das mithilfe moderner Technologien und Künstlicher Intelligenz verdächtige Muster schneller erkennt.
Darüber hinaus plant die Bundesregierung eine Verschärfung des Strafrechts. Für besonders schwere Fälle organisierter Steuerkriminalität sollen künftig höhere Freiheitsstrafen möglich sein. Auch die bislang strafbefreiende Selbstanzeige soll in ihrer heutigen Form abgeschafft werden.
Weitere Maßnahmen umfassen eine Registrierkassenpflicht, längere Aufbewahrungsfristen für steuerrelevante Unterlagen, einen verbesserten Datenaustausch zwischen Behörden sowie eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Ziel des Aktionsplans ist es, Steuerbetrug wirksamer aufzudecken und die Steuergerechtigkeit zu stärken.
Bundesfinanzministerium, PM vom 16.07.2026