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27.08.2026

Großerben: Organisationen fordern Streichung der Steuersubventionen

Ein Zusammenschluss von 21 Sozialverbänden, Gewerkschaften, Umweltorganisationen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, die mehrere Millionen Menschen in Deutschland vertreten, fordert die Bundesregierung auf, Steuersubventionen für Erben sehr großer Unternehmensvermögen zu streichen.

34 Großerben erhielten 2025 Steuererlasse von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Grundlage ist die 2016 eingeführte Verschonungsbedarfsprüfung für Unternehmensvermögen über 26 Millionen Euro. Die Begünstigten erbten Vermögen von rund zwölf Milliarden Euro und zahlten darauf im Schnitt nur etwa zwei Prozent Erbschaftsteuer.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert diese Regelung scharf und fordert eine stärkere Besteuerung von großen Unternehmensvermögen und Milliardenerbschaften. Statt bei Sozialleistungen zu sparen, müssten Superreiche stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen.

Nach Ansicht des Netzwerks Steuergerechtigkeit verschärfen solche Privilegien die ohnehin hohe Vermögensungleichheit in Deutschland. Mehr als die Hälfte des privaten Vermögens sei inzwischen geerbt, ein Großteil der deutschen Milliardäre verdanke seinen Reichtum überwiegend Erbschaften.

Die Organisationen, darunter der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, der Sozialverband Deutschland und Greenpeace, fordern daher die Abschaffung der Steuervergünstigungen für sehr große Unternehmensvermögen. Die frei werdenden Einnahmen sollten in den Sozialstaat, die Infrastruktur, Bildung und den Klimaschutz fließen.

Deutscher Gewerkschaftsbund, PM vom 26.08.2026