23.09.2026
Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) wies gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2025 ein Finanzvermögen von 1.199,1 Milliarden Euro auf. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhte sich das Finanzvermögen damit gegenüber dem Jahresende 2024 um 5,9 Prozent oder 66,8 Milliarden Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Finanzvermögen des Bundes um 6,4 Prozent. Der Anstieg beim Bund ergibt sich insbesondere durch die Erhöhung der Liquiditätsreserve des Bundes und durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn AG.
Das Finanzvermögen der Länder wuchs im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Die größten prozentualen Anstiege des Finanzvermögens gab es in Bremen mit plus 28 Prozent, in Sachsen-Anhalt mit plus 25 Prozent und in Niedersachsen mit plus 21,3 Prozent.
Den Anstieg in Bremen führt das Statistische Bundesamt vor allem darauf zurück, dass empfangene Barsicherheiten für Derivatgeschäfte als liquide Mittel angelegt wurden. Rückgänge des Finanzvermögens verzeichneten hingegen Nordrhein-Westfalen (minus 6 Prozent), Berlin (minus 4 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 0,9 Prozent). Der Abbau in Nordrhein-Westfalen ist laut Destatis insbesondere durch die Verwendung von Finanzvermögen zur Kredittilgung begründet. Der Rückgang in Berlin ist maßgeblich auf die "BEN Berlin Energie und Netzholding GmbH" zurückzuführen, die seit 2025 nicht mehr zum Sektor Staat gehört und deren Finanzvermögen daher nicht mehr im Finanzvermögen Berlins enthalten ist.
Das Finanzvermögen der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg nach Angaben des Bundesamtes im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent.
Die größten prozentualen Anstiege des Finanzvermögens wiesen die Gemeinden und Gemeindeverbände in Schleswig-Holstein (plus 10,2 Prozent), im Saarland (plus 6,4 Prozent) und in Brandenburg (plus 5,3 Prozent) auf. Eine Verringerung des kommunalen Finanzvermögens wurde lediglich in Hessen (minus 2,6 Prozent) verzeichnet.
Die Sozialversicherung wies zum Jahresende 2025 ein Finanzvermögen beim nicht-öffentlichen Bereich von 181,6 Milliarden Euro auf. Dies entsprach im Vergleich zum Vorjahr einer Erhöhung um 6,6 Prozent.
Statistisches Bundesamt, PM vom 22.09.2026