25.09.2026
Die baden-württembergische Steuerverwaltung hat 2025 trotz hoher Arbeitsbelastung mehr Fälle bearbeitet als im Vorjahr und die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr und Oberfinanzpräsident Bernd Kraft vorgestellt haben.
Demnach erledigten die Finanzämter in den wesentlichen Steuerarten rund 6,8 Millionen Fälle. Allein bei der Einkommensteuer wurden etwa 4,7 Millionen Veranlagungen bearbeitet. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer lag bei 54 Tagen.
Die Digitalisierung schritt nach Angaben des baden-württembergischen Finanzministeriums ebenfalls voran. Die so genannte Autofallquote bei der Einkommensteuer stieg auf 16,26 Prozent. Die elektronische Abgabe von Steuererklärungen über ELSTER legte weiter zu und erreichte für den Veranlagungszeitraum 2024 einen Anteil von 80,1 Prozent.
Die Steuereinnahmen in Baden-Württemberg beliefen sich 2025 auf insgesamt 98 Milliarden Euro. Größter Einnahmeposten war erneut die Lohnsteuer mit 43,2 Milliarden Euro.
Betriebsprüfungen führten zu Mehreinnahmen von rund 1,71 Milliarden Euro, Umsatzsteuer-Sonderprüfungen zu weiteren 245,6 Millionen Euro. Die Steuerfahndung erzielte ein Mehrergebnis von rund 205,8 Millionen Euro und sicherte Vermögenswerte im Wert von etwa 178 Millionen Euro.
Zum Jahresende waren 15.907 Beschäftigte in den Finanzämtern des Landes tätig, darunter 1.938 Auszubildende.
Nach Angaben des Finanzministeriums soll die Steuerverwaltung weiter digitalisiert und vereinfacht werden. Ziel sei eine möglichst medienbruchfreie Bearbeitung, um Ressourcen für komplexe Fälle und die Bekämpfung von Steuerhinterziehung freizusetzen, so Kraft.
Finanzministerium Baden-Württemberg, PM vom 11.09.2026