20.10.2026
Im Streit um die Zukunft der Erbschaftsteuer hat Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Heiko Geue (SPD) den Vorstoß Bayerns für regional unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze zurückgewiesen.
Statt eines Steuerwettbewerbs zwischen den Ländern fordert Geue eine bundesweit einheitliche Erbschaftsteuer sowie mehr Steuergerechtigkeit bei großen Vermögen. Kritik übt der Minister insbesondere an weitreichenden Begünstigungen, durch die sehr hohe Vermögen teils nahezu steuerfrei übertragen werden könnten. Zugleich sprach er sich für Reformen aus, die Unternehmensnachfolgen erleichtern und Arbeitsplätze sichern, etwa durch großzügigere Stundungsmöglichkeiten.
Normenkontrollantrag »Erbschaftsteuer – Gesetzgebungskompetenzen« der Bayerischen Staatsregierung
Die anstehenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts könnten nach Auffassung Geues wichtige Impulse für eine grundlegende Reform der Erbschaftsteuer liefern. Das Karlsruher Gericht hatte am 12.10.2026 über den Normenkontrollantrag Bayerns "Erbschaftsteuer – Gesetzgebungskompetenzen" verhandelt.
Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern, PM vom 13.10.2026